Immer mehr Berliner Taxifahrer werden „Hingucker“

Immer mehr Berliner Taxifahrer werden „Hingucker“. Neue Care-Pakete für obdachlose Menschen werden in der Bahnhofsmission gepackt.
Einige hundert Care-Pakete sind bereits verteilt. Um noch mehr Taxifahrer zu „Hinguckern“ zu machen, werden am Freitag, dem 13.10., ab 11:00 Uhr in der Bahnhofsmission neue Pakete gepackt. Neben Taxi24 ist mit Taxi Berlin jetzt auch Berlins größte Taxizentrale an Bord.
„Wir haben von der Aktion gehört und sofort beschlossen mitzumachen“, sagt Hermann Waldner, Geschäftsführer von Taxi Berlin. „Wir fordern auch all unsere Fahrer auf „Hingucker“ zu werden und obdachlosen Menschen auf Augenhöhe, mit ein paar freundlichen Worten und einem nützlichen Care-Paket zu begegnen“. Es ist auch eine willkommene Gelegenheit die Zusammenarbeit mit Taxi24 auf die nächste Ebene zu heben.

Im Care-Paket enthalten sind nützliche Utensilien, wie Zahnbürste, Einwegrasierer, Pflaster und Hygienetücher aber auch kleine Nettigkeiten, wie Kekse, Kaugummi und Wasser. Außerdem finden sich Informationen für den Taxifahrer, wie er beispielsweise mit einer hilflosen Person umgehen sollte, und für obdachlose Menschen, wo sie Hilfe finden, Kleidung und Essen bekommen oder sich waschen oder untersuchen lassen können. „Hingucker“ erhalten außerdem ein Siegel, welches Fahrgäste dazu animieren soll, über Obdachlosigkeit und die Aktion zu sprechen.

Neue Pakete werden am Freitag dem 13. Oktober 2017 ab 11 Uhr in den Räumen der Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo (Jebensstrasse 5, 10623 Berlin) mit Taxifahrern, Freiwilligen, Ismail Kara von Taxi24, Hermann Waldner von Taxi Berlin und dem Leiter der Bahnhofsmission Dieter Puhl gepackt.

Über die Bahnhofsmission haben wir hier einen Beitrag für Euch geschrieben!

Wer Unmögliches macht, kann Mögliches erreichen!

Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass man mindestens einmal im Leben etwas Verrücktes machen sollte! 

Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle und für mich eine Aufgabe auf deren Reise ich Euch gerne mitnehmen möchte, da ich Eure Begleitung, Rat, Tat und Unterstützung benötige.

Denkst Du auch immer Du bist alleine? Musst alles selbst lösen? Keiner hilft? Verlässt Dich auch so oft der Mut?

Wenn ich lange nachdenke ob ich ein Projekt umsetze oder nicht, fallen mir immer mehr Gründe ein etwas NICHT zu tun. Doch dieses Mal ist es anders. Ehrlich gesagt, habe ich mich getraut, mich einfach mal von zu vielen Gedanken frei zu machen. Gar nicht so einfach, denn der Zweifel ist immer an meiner Seite. Schnell schleicht sich ein neuer Gedanke ein: „Gehst du nicht zu naiv an dieses Projekt heran?“ Und wisst Ihr was, auch von diesem Gedanken habe ich mich nach geraumer Zeit einfach frei gemacht.

Einfach machen, wie oft habe ich das schon zu anderen gesagt? Nun geht es los in ein Projekt, dessen Ausgang nicht zu bestimmen ist…eine Reise startet! Einfach machen!

Auf den Verein Kontakte schaffen Leben bin ich über den Gründer und Organisator der Christmas Bike-Tour Bernd Masche gestoßen.  Damals fragte ich ihn, ob er mir im Rahmen meiner Projektidee KURZVOR12, einen Verein benennen könne, bei dem es KURZVOR12 ist, bzw. wo man wirklich #mehrhelfen sollte.  Nachdrücklich sagte ich, „bitte nicht einen Verein, der sowieso schon mit viel Geld gesegnet ist. Er verstand sofort und nannte mir zwei Vereine.

Der zweite Verein hat sich nicht bei mir gemeldet, aber der Gründer, Marcel Ehrlich von dem Verein Kontakte schaffen Leben e.V. rief zurück. Das war der Beginn einer Bekanntschaft, ja man kann sogar Freundschaft sagen, die schon bei der ersten Begegnung Spuren hinterlassen hatte.

Wer noch einmal mehr über den Verein und die Anfänge Bescheid wissen möchte, klickt hier weiter.

Im Mai hatten wir den Bericht erstmalig im Printmagazin CLIQUE veröffentlicht. Wie es oftmals bei Interviews ist, verläuft der Kontakt ein wenig in den Sand. Doch hier sollte es anders sein. Marcel und ich sprachen öfters miteinander und er hielt mich über den Verein auf dem Laufenden. So war es unabdinglich, mehr Einblick in das Vereinsleben zu bekommen. Eines Tages gestand er mir, dass er die Räumlichkeiten aufgeben möchte, die Gründe waren mir mehr als verständlich und ich konnte diese Entscheidung sehr wohl nachvollziehen.

Gleichzeitig erzählte er mir, dass er einen neuen Schritt wagen möchte, dies jedoch ohne Hilfe nicht realisieren könne.  Anfangs war ich noch der Meinung, mithilfe seiner Mitglieder und seines Umfeldes könne er doch eine Menge erreichen. Doch er erklärte mir immer wieder, dass in seinem Verein Menschen mit Einschränkungen sind und er ihnen vieles gar nicht auferlegen oder aufbürden möchte. „Der Verein besteht aus Menschen, die behindert, blind, eingeschränkt oder auch einfach nur sehr einsam sind. Viele von ihnen sind mehr als ausgegrenzt und kämpfen mit sich selbst.“

Sein Ziel ist es einfach nur einen Ort zu erschaffen, wo sie hingehen können, nicht alleine sind, so angenommen werden wie sie sind. Keiner stellt groß Fragen, es wird einfach gemeinsam Zeit verbracht. Das ist das Credo dieses Vereins.

Sicherlich, die aktuellen Räume  sind jetzt gekündigt und nur noch bis Januar 2018 verfügbar, dennoch, sein Enthusiasmus und die Intension, die hinter dem Verein steht ist ungebrochen, so  streckte er seine Fühler nach etwas eigenem, autarken aus und wurde fündig.

„Glücklicherweise habe ich ein Grundstück in Staaken gefunden und konnte es für uns pachten. Es ist ein Grundstück mit 1.000 m². Hier hätte ich gerne ein eigenständiges Zentrum für uns.“ Erzählt er mir und setzte nach: Fällt Dir dazu etwas ein, Anita, wie wir das realisieren können?

Das war der Startschuß für ein Projekt, von dem ich bis dato noch nichts ahnte. Ich überlegte hin und her, fragte Menschen um mich herum aus, was und wie man helfen könne. Schlussendlich bin ich zum Entschluß gekommen: Das wird schwierig, doch nicht unmöglich. Irgendwo hatte ich mal gelesen, nur wer Unmögliches macht, kann Mögliches erreichen.

So entstand Stück für Stück die Idee, das Projekt mithilfe einer Crowdfunding-Kampagne zu realisieren. Mittlerweile haben wir den ersten Termin an dem wir ein Video mit Unterstützern und Vereinsmitgliedern vorbereiten. Natürlich wollen wir auch Fotos machen. Wie sich herausstellte ist der Eigentümer des Grundstücks super sympathisch und unterstützt das Projekt mit seiner Familie wo er kann.

Die Reise beginnt! Wir werden Euch auf dem Laufenden halten….bis demnächst 🙂 !

 

Kontakte schaffen Leben!

Kontakte schaffen Leben e.V. hat sich zur Aufgabe gemacht, die soziale Integration von Behinderten, Senioren und Alleinerziehenden zu fördern. 

Den ersten Eindruck konnte ich mir in einem ersten Telefonat mit dem Gründer des Vereins,  Marcel Ehrlich verschaffen. Er klang bodenständig, bedacht und alles was er am Telefon sagte, hatte seinen Sinn. Auf die Idee, dass er im Grunde schwerstbehindert ist und im Rollstuhl sitzt, wäre ich nie gekommen! Mein erster Eindruck veränderte sich auch nicht, als wir uns vor Ort kennenlernten. Und doch: Eines der prägnantesten Sätze, die Marcel aussprach war:  „Ich bin immer vordergründig der Schwerstbehinderte!“

Marcel Ehrlich

Das machte im ersten Moment traurig, doch im Grunde ist es ein ihm auferlegtes Vorurteil, welches es gilt aus dem Weg zu schaffen. Es mag sein, dass Marcel – wie so viele Menschen auf Hilfe angewiesen ist. Jedoch hat das nichts damit zu tun, dass sie die Welt mit den gleichen Augen sehen wie wir. Sicher, vielleicht oftmals aus einer anderen Perspektive. Vielleicht sogar noch klarer! Denn für uns ist vieles so selbstverständlich. Doch in unserer Gesellschaft, passiert offensichtlich vieles, was wir nicht immer sehen (wollen) mitbekommen oder wahr nehmen.

Feuer hat er in den Augen, wenn er über Menschen spricht, die ihn und somit den Verein und den Menschen, die in diesem Verein eingetreten sind, unterstützen. Er ist stolz unter Ihnen auch eine  prominente Unterstützerin und Befürworterin für seinen Verein gewonnen zu haben und erzählt:  „Wir haben das große Glück, dass uns Stefanie Wall von der Wall AG unterstützt. Sie hatte im Jahr 2015 für unseren Verein eine Plakatkampagne in Berlin initiiert. Dadurch hat sich die Wahrnehmung ein bisschen verändert. Doch um dauerhaft ernst genommen zu werden, ist es offensichtlich noch ein langer Weg! Und ganz ehrlich, von „auf die Schulter“ klopfen, dass wir gute Arbeit leisten, können wir auch nicht existieren!“

Der Verein lud zum Essen ein. Wie jede Woche. Es war ein kunterbunter Mittag und eine ziemlich agile Truppe. Ich wurde zu Tisch gebeten und wurde von allen Seiten bedient.  Als erstes schoss es aus Pascal heraus: Hallo Anita, was hast Du für ein Handycap? Ich musste grinsen, so einszwei Handycaps habe ich auch. Doch, wäre es nicht wert darüber zu sprechen. Wie ich im Laufe des Mittagessens erfuhr ist Pascal blind. Er hatte einen schweren Motorradunfall hinter sich, lag drei Monate im Koma und hat seither etliche Einschränkungen, die sein Leben komplett auf den Kopf gestellt haben. Dennoch, Pascal wirkt fröhlich, zeigt eine ganz große Portion Humor, man kann ihn nur sofort ins Herz schließen.

Im Laufe der Essensrunde kam ich mit einigen ins Gespräch und versuche Euch mit diesen Zeilen diesen Tag ein wenig näher zu bringen. Mich würde interessieren, warum ihr hier seid, in diesem Verein, fragte ich in die Runde.

Marcel stellt mir Sarah gleich zu Anfang vor. Sie ist die ehemalige Schatzmeisterin und war sehr lange aktiv im Vorstand des Vereins KSLev. Noch heute ist sie für den Verein da und kümmert sich, wo sie kann. Auch ihr kann man eine gewisse Komik und Humor nicht absprechen. Sie scherzt offen, ich bin Schatzmeisterin gewesen, da ist nur nichts drin und lächelt. Sie hat es nicht immer leicht, das merkt man ihr an, offensichtlich hängt jedoch dennoch ein ganz großes Stück Herz beim Verein. Sie  betont, dass sie diesen Job sehr gerne macht.  Marcel hat auch immer sehr viele Ideen, erwähnt sie, doch leider könne sie nicht alles umsetzen. Ein wenig Sarkasmus fließt da schon mit rein, doch ich glaube, es drückt letztendlich auch aus, dass der Verein ein neues Erfolgserlebnis benötigt. 

Gegenüber von mir, schräg rechts sitzt Esther, sie ist ein Alltagsengel. Das bedeutet, dass sie sich  für die Menschen im Verein zur Verfügung stellt. Nein, ein Handycap habe sie nicht. Sie ist da, wenn man sie braucht. Sie verändert den Alltag von Mitgliedern durch einen Spaziergang, einen Zoobesuch oder Restaurantbesuch. Oder einfach nur da sein, zum Nachmittagstee, vorlesen oder zuhören.

Gegenüber sitzt Elvira mit ihrer doch schon sehr betagten Mutter. Die beiden möchten einfach nur unter Menschen sein. Elvira nimmt alle zwei Wochen ihre Mutter zum gemeinsamen Essen mit. Sie genießen die Gemeinschaft, erzählt sie. Herzlich sind alle, einige zurückhaltend. Das passt zu der Kernaussage des Vereins. Es geht hier schließlich um soziale Integration. Jeder ist willkommen. Das ist auch das Credo des Vereins. Aus der Isolation heraus. Ob ausgegrenzt, durch Behinderung, Alter oder alleinerziehend. Egal, dieser Verein nimmt Menschen auf, die nicht alleine sein wollen und eine Gemeinschaft zu schätzen wissen. Natürlich gibt es auch eine Whatsapp-Gruppe zum Austausch.

Julia, sie ist von Geburt an blind wirft ein. „Ich habe es sehr lange im Blindenverein versucht, aber der ist einfach zu groß, ich fühle mich dort nicht wohl, hier ist alles familiärer persönlicher. Während sie spricht, zählt sie gerade das Geld aus der Sammelkasse, denn für das Essen packt hier jeder etwas dazu. Ich bin beeindruckt, da Julia blind ist, fühlt sie offensichtlich die Scheine und Münzen. „Kann mal jemand nachzählen bitte und gibt die Sammelkasse weiter. Irgendwie bin ich beschämt, ich habe mir noch nie einen Kopf darüber gemacht, wie nicht sehende Menschen eigentlich Geld zählen.

Rita, sie ist die Mutter von Schatzmeisterin Sarah. Sie ist Rentnerin und seit 2011 Mitglied im Verein.  „Ich will einfach nur helfen und eine Aufgabe haben. Mir macht es Spaß einfach nur da zu sein und mir Zeit zu nehmen, für jeden Einzelnen.“

Detlef, wuselte die ganze Zeit herum. Er hatte das Essen gekocht und die Küche aufgeräumt. Fast zum Schluß nimmt er sich doch noch Zeit für mich. Wie ich erfahre, ist er der goldene Engel dieses Vereins. „Ich mach alles was der Chef nicht auf die Reihe bekommt“, grinst er. Mit einer kräftigen Portion Humor gehen hier offensichtlich alle miteinander um. Das macht trotz vieler Einzelschicksale sehr sympathisch.

Was habt ihr für Wünsche frage ich zum Abschluß? Gemeinsam träumen Sie von einem eigenen Bus, oder einen Abholdienst, der die Mitglieder mit starken Einschränkungen abholt. Marcel sagt spontan: „Uns ist es wichtig, dass wir die Miete für unsere Gemeinschaftsräume halten können“. Auch ein Zebrastreifen ist auf der Wunschliste. Sehr nachdenklich machte mich dann doch zum Schluß die Aussage von Pascal. „Ich wünsche mir, dass wir nicht wie bares Geld behandelt werden. Es gibt Vereine, die stellen so viele Fragen und wollen letztendlich nur wissen, wieviel Geld sie aus dir rausholen können, sei es Fördermittel oder Pflegegelder. Es geht meist nicht um die Person, genau das ist hier bei Kontakte schaffen Leben e.V. anders.

Vielen Dank an den Verein Kontakte schaffen Leben e.V.  und alle, die an diesem Tag dabei waren und uns einen Einblick gewährt haben. Danke auch für die freundliche Bewirtung und das fröhliche Gespräch.

#mehrinfo

www.kslev.de –

 

Kurz nach Zwölf

Wir treffen uns mit Anna-Sofie Gerth, Diakonin, Sozialarbeiterin und gute Seele sowie mit Dieter Puhl, mit Haut und Haar Leiter und Diakon der Bahnhofsmission. Täglich versorgt ein Team aus Angestellten sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern 700 Obdachlose mit Essen, Hygienemöglichkeiten und vor allem mit Menschlichkeit! Im Rahmen des Projektes „KURZVOR12“ möchten wir darüber sprechen, wo es hier brennt und wie man aktiv helfen kann – und sei es einfach mal mit Vorurteilen aufzuräumen!

Na, wer von euch hat es auch schon einmal gesagt? Heute muss doch niemand mehr in Deutschland auf der Straße leben! Oder – die sind doch selbst schuld!

Dieter Puhl ergreift zuerst das Wort „Die Bahnhofsmission ist ein Ort der Zwischentöne, Töne, die uns nicht bekannt sind. Lange habe ich durch meine langjährige Soziale Arbeit gedacht, ich würde alles kennen. Doch an dem ist nicht, im Laufe der letzten Jahre habe ich so vieles an Ohnmacht, Leid, Verzweiflung, Desaster, Traurigkeit, unendlich verzwickte Verwicklungen und ständig viele Fragezeichen erlebt. Am liebsten würde ich an unsere Mission ein riesengroßes Fragezeichen in grellem Neonlicht anbringen wollen!“

Er könnte wohl nicht nur ein Buch mit Schicksalen, die täglich in der Mission zu finden sind, füllen, sondern ganze Bände. Wer sein facebook-Profil verfolgt, erkennt recht schnell, wieviel Herzblut, Seele aber auch Verzweiflung und auch schöne Momente in dieser Arbeit stecken.

Wer ihn persönlich trifft, bekommt eine Bestätigung für genau diese Außenwirkung. Er ist authentisch. Manch einer hätte hier wahrscheinlich längst aufgegeben, doch er arbeitet seit 8 Jahren in der Bahnhofsmission und seit 25 Jahren in der Obdachlosenhilfe unerschütterlich und scheut sich nicht, das was auf dem Tisch liegt, anzusprechen! „Du brauchst hier Kraft, Helfer, Freunde, Kollegen und Jesus. Ohne diese vielen Menschen und Helfer würde ich das hier schwer aushalten. – trotz Jesus“ Dieter Puhl

Die Armut hält täglich in der Bahnhofsmission am Zoo Einzug. Natürlich ist kein Geld da, wie man es ja von vielen Dingen, die die Stadt benötigt, hört. Ein Vergleich mit dem Flughafen BER, den Dieter gerade in den Raum wirft, müsste jedem Politiker die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen, so wirft Dieter ein „ Der Flughafen BER kostet uns monatlich um die 38 Mio. Euro. Ich habe noch nie gehört, dass da kein Geld mehr für da ist, um das am Laufen zu halten. Wir bräuchten nur einmal das Budget aus zwei Wochen und könnten hier so viel mit bewirken und eindämmen.“

Wollen wir doch einmal bei den Zahlen bleiben, die an sich jeden erschrecken und aus der Lethargie der Ignoranz wach werden lassen müsste, oder?

Auch die Anzahl der Notunterkünfte hat sich lt. Aussage von Dieter proportional zur wachsenden Anzahl der Obdachlosen nicht wesentlich verbessert. Ganzjährige Notunterkünfte gibt es 150. Notunterkünfte in der Kältehilfesaison (Nov-Mrz) im Jahre 2010 gab es ca. 600 für 1500 Menschen. Wir haben heute 940 Plätze für Notunterkünfte in der Kältehilfesaison– aber die Anzahl der Obdachlosen hat sich mehr als versechsfacht in dieser Zeit, erzählt Dieter.

Ganzjährige Notübernachtungsplätze gibt es 150. Das klingt ganz schön erschreckend und ein Rückgang ist lt. Bahnhofsmission nicht zu verzeichnen. So erfahren wir auf diesem Wege von Dieter immer mehr und er haut mir die Zahlen um die Ohren, dass mir schwindelig wird: Im Jahr 2010 hat der Berliner Senat für die Obdachlosenhilfe 4,2 Millionen Euro ausgegeben. Zu dem Zeitpunkt gab es 1500-2000 Obdachlose Menschen. Im Jahr 2016 gab der Berliner Senat 5,8 Millionen Euro aus. Schätzungsweise gibt es nun 8000 obdachlose Menschen. Wenn man die Zahlen analog rechnet, also 4,2 Millionen im Verhältnis zu 2000 obdachlosen Menschen, dann müssten es jetzt 16,8 Millionen sein, die der Senat ausgeben sollte. Tatsächlich sind es aber nur 5,8 Millionen, die der Senat für obdachlose Menschen für das Hilfesystem ausgibt.

Was braucht ihr konkret, wollen wir wissen? Dieter entgegnet spontan und ohne auch nur einen Moment zu zögern „Wir brauchen als erstes Freunde. 2010 waren ungefähr 10 % der Bevölkerung auf unserer Seite und interessiert. 2017 sind es gefühlt 15% – aber 85 % unserer Bürger sind immer noch gegen solche Einrichtungen. Viele ignorieren das Thema, oder kommen mit Phrasen, wie „der hat doch selber schuld“ oder „ in Deutschland muss doch heute niemand mehr auf der Straße leben.“

Unermüdlich erzählt Dieter weiter: „Doch die Realität sieht anders aus. 60 Prozent der obdachlosen Menschen sind psychisch krank. Nicht jeder hat das Glück in einer guten Familie aufzuwachsen. Es gibt so unendlich viele sehr traurige Schicksale und Menschen, die dringend Hilfe bräuchten. Die meisten davon sind leider alkoholkrank. Das ist ein großes Problem und Alkoholismus eine echte Krankheit aus der du schwer herauskommst und eine Unterstützung benötigst. Es fehlt den meisten Menschen an einer langfristigen Betreuungs- und Lebensform. Oder einfach nur eine Perspektive. Auch eine Art zu Hause würde weiterhelfen. Aufgaben, einfache Tätigkeiten, doch heute werden diese gar nicht mehr angeboten. Wie sollen sie da wieder Platz in der Gesellschaft finden? Bitte vergiß nicht, keiner ist im Tiergarten geboren, alle hatten mal ein zu Hause, doch viele kein gutes!“

„Auch sehe ich hier durchaus Menschen, die noch was leisten wollen und sich einbringen könnten. Doch wir leben in einer Gesellschaft in der alles schneller, höher und weiter muss. Selbst viele nicht Obdachlose kommen da nicht mehr mit. Das Zahlenverhältnis verändert sich aber unglaublich drastisch. Es ist unabdinglich, dass die Bevölkerung wohlwollender und breiter verankert ist in der aktuellen und akuten Situation der fortwachsenden Obdachlosigkeit.“

„Kaum jemand kann sich vorstellen, was hinter der Versorgung der Obdachlosen für eine Logistik steckt.“ Anna-Sofie erzählt, dass sie gerade erst 500 Unterhosen von einem Fabrikanten besorgen konnte. Ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn diese Menge reicht gerade für einen Tag aus! „Viele sind schon glücklich, wenn wir ihnen in unserem „Wellnessbereich“ die Haare waschen oder schneiden. Für die meisten ist es eine Wohltat einfach mal berührt zu werden. Es sind die kleinen Dinge, mit denen wir hier helfen können und diese Menschen wenigstens für einen kleinen Moment glücklich machen. Wir kennen das alle, wenn wir aus der frischen Dusche oder vom Frisör kommen, dann geht es uns gut. So geht es auch unseren Gästen.“

Eine der größten Probleme ist das Besorgen von Schlafsäcken, erwähnt Dieter. „Wir versuchen zum Beispiel seit 8 Jahren Schlafsäcke für den Sommer sowie für den Winter zu besorgen. Viele denken, na, jetzt habt ihr doch etliche einsammeln können, doch kaum einer versteht, dass wir täglich 20-30 Schlafsäcke benötigen.

Es gibt aber auch die vielen kleinen schönen Geschichten, die beide erzählen können. Eine 22-jährige Studentin hatte spontan auf ihrem Geburtstag für die Bahnhofsmission Geld eingesammelt und hat das Geld noch am gleichen Abend, 32,40 € mitgebracht. Kinder, die ihr Taschengeld spenden, neben vielen Menschen, die immer wieder den Weg in die Bahnhofsmission finden um zu helfen, Sach- oder Geldspenden abgeben.
„Gar nicht oft genug, kann ich erwähnen, wie dankbar ich allen Mitarbeiten und Helfern rund um die Bahnhofsmission bin. Alle sind stets bemüht, eine ganzheitliche Lösung für die vielen Bedürftigen Menschen vor Ort zu ermöglichen. Es geht halt eben nicht nur um Haare schneiden, sich waschen, essen sondern wir müssen auch an die Seele denken.

Anna-Sofie, du hast bestimmt noch 40 Jahre Arbeit vor dir, was würdest Du Dir für Deine Arbeit in der Bahnhofsmission wünschen, fragt Dieter spontan Anna-Sofie. „Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, in erster Linie wünsche ich mir, dass zukünftig mehr individuelle Lebensstile zugelassen und auch akzeptiert werden. Die Entwicklung therapeutischer neuer Konzepte könnten hilfreich sein, die aktuelle Situation und die in der Zukunft, die uns offensichtlich erwartet, bewusst anzugehen. Vielleicht auch mehr partizipative Wohnungsformen entwickeln.“

Sprecht ihr denn auch regelmäßig mit den Menschen, die hier vor Ort sind und was wünschen sich die meisten, interessiert mich. Anna wirft als erstes ein: „Ja, natürlich machen wir das. Doch das ist größtenteils nicht sehr einfach. Fast 65% der Obdachlosen stammen aus den verschiedensten Ländern und sprechen nicht unsere Sprache.“ Dieter ergänzt, „die meisten sind restlos verpeilt. Du darfst nicht vergessen, dass fast alle so viele psychische Probleme haben, die wir hier vor Ort nicht lösen können.“

Was wünschst Du Dir, frage ich in Richtung Dieter. „Also ich wünsche mir, dass wir weniger beerdigen müssten und mehr Menschen eine gute Lebensperspektive ermöglichen könnten.“

Wie geht es bei Euch zukünftig weiter? „Wir planen gerade ein Projekt für demenzerkrankte, bzw. Obdachlose mit Alzheimer. Auch das nimmt immer mehr zu. Viele vergessen einfach wo ihr zu Hause war. Wenn sie Glück haben, existiert eine Familie, die sich kümmert. Doch Berlin „singelt“ bekanntlich ja rum. Wir haben Zulauf von immer mehr alten verwirrten Menschen, die alleine sind!“

Das macht mich für einen Moment echt nachdenklich, wenn ich bedenke wie viele Singles um mich herum sind….und brauche jetzt unbedingt eine positive Wendung des Gesprächs..!

Gibt es auch Positives zu berichten, bzw. Entwicklungen der letzten Jahre? „Ja, total, gibt es. Wir haben hier auch täglich schöne, kleine liebevolle Geschichten, Gesten und Momente, sonst könntest du diese Arbeit nicht aushalten. Dennoch, unser größter Dank geht an die Mitarbeiter der Deutschen Bahn deren Gebäude wir hier ja auch nutzen können. Es war die unkomplizierteste Planung, die man sich nur vorstellen kann. Die Planung für unser Hygieneprojekt dauerte nur einige Minuten, das Seelsorgezentrum 2 Minuten, unser Ausstellungsprojekt für Bücher, 2 Minuten. Okay, die Planung der Einzelfallhelfer 3-4 Minuten und lächelt leicht verschmitzt. Ganz ehrlich, mithilfe der Deutschen Bahn konnten wir sehr viel relativ schnell umsetzen.“

„Auch besuchen uns immer wieder spannende Menschen, Unternehmer sowie Politiker, wie z.B. Frank-Walter Steinmeier, der schon öfters bei uns war. Er hatte mal einen Friedenspreis erhalten. Dieser war mit 50.000 Euro dotiert. Er kam zu uns, überbrachte uns das Geld und legte noch einiges aus privater Tasche obendrauf. Das sind die schönen Geschichten. Ganz bewegend war auch eine Schülerin, die uns ihr Taschengeld in Höhe von 5,00 € brachte. Wir bedankten uns und erzählten ihr, dass wir damit 90 Menschen versorgen. Du spinnst, sagte sie spontan! Nein, es ist wahr! Die Tafel bringt uns regelmäßig Essen. Wir kaufen Lebensmittel dazu. Pro 10 Euro kommen wir auf 180 Menschen. Du siehst Anita, auch mit kleinen Beträgen kann man hier eine ganze Menge bewirken!“

Ich bin berührt und gleichzeitig überfällt mich eine Art Scham, wie selbstverständlich gehen wir doch mit den alltäglichen Dingen des Lebens um. Für die meisten von uns gehört Essen, Trinken, Schlafen sich kleiden zu den Essentials des Lebens, um die wir uns gar keinen Kopf machen. Hier in der Bahnhofsmission ist jeder Tag für diese Menschen Balm auf der Seele und alles was sie bekommen, ganz und gar nicht selbstverständlich.

Wer einen Moment Zeit hat, inne halten möchte und etwas Sinnvolles machen möchte, fährt einfach mal zur Bahnhofsmission am Zoo und bringt etwas Geld, helfende Hände oder einfach nur ein Stück Wärme und sei es in Form eines Schlafsackes vorbei.

Es ist hier kurz nach zwölf und wir wissen nicht, ob wir nicht eines Tages auch auf diese Hilfe angewiesen sein werden!
Mehr Info unter www.berliner-stadtmission.de/bahnhofsmission

Autor: Anita Tusch

Hinfühlen statt Wegsehen!

Hinfühlen statt wegsehen! Eine Charity-Aktion zur Brustkrebs-Vorsorge

Wir sind bei Caroline Kratzsch von koerpernah! Sie ist seit 27 Jahren selbständig, hat drei DessousFachgeschäfte in Berlin, hält Vorträge, unterstützt Produktionsfirmen bei Kollektionen, gibt Schulungen und schreibt für eine Fachzeitschrift eine Kolumne. Für ihre Laden-Geschäfte hat sie schon mehrere Branchen-Oscar erhalten! Sie ist eine Powerfrau! Gemeinsam mit ihrem Unternehmen „köpernah-Dessous“ und dem Projekt „KURZVOR12“ wird es im September eine Kampagne mit und für das Format PINK RIBBON Deutschland geben.

Unter dem Motto „Hinfühlen statt Wegsehen“ findet vom 20.-30. September bundesweit in Dessous-Fachgeschäften eine Kampagne für Frauen statt. Es geht darum, aufmerksam mit sich selbst umzugehen. „Dafür kämpfe ich schon seit vielen Jahren. In Deutschland werden um die 20 Geschäfte mitmachen“, erklärt Caroline, die auch die Interessengemeinschaft „Dessous Fachhändler Deutschland“ gegründet hat. Sie hat sich schon einiges für diese 10 Tage ausgedacht, denn auch ohne diese Kampagne arbeitet Caroline schon sehr lange daran, uns Frauen ein gutes und meist auch besseres Körpergefühl zu geben. „Meine Erfahrungen zeigen mir, dass viele Frauen ihren Körper oder eben auch ihre Brüste nicht richtig leiden können. Das ist sehr schade!“ so Caroline.

Was Euch erwartet! Welche Intension steckt hinter diesem Projekt?

Wir sitzen in den Büroräumen in dem Premium-Store in der Uhlandstrasse. Da ich selbst von Brustkrebs im Jahre 2013 betroffen war, Chemos, zwei OPs und Bestrahlungen hinter mir habe, interessiert mich natürlich was hier passieren wird. Man merkt schnell, Caroline ist mit vollem Enthusiasmus und Herzen bei diesem Thema. Doch genau so, habe ich sie auch schon vor zwei Jahren bei einem Interview kennen lernen dürfen. Sie ist bis heute unermüdlich und sehr
engagiert. Mittlerweile tauschen wir uns regelmäßig aus. Ich schätze sie sehr und finde unseren Austausch immer wieder sehr wertvoll.

So erfahre ich von ihr, dass immer mehr Know-How und gute Betreuung gefordert wird. Die Frauen möchten ein stimmiges Umfeld und erwarten vom Gegenüber ein gewisses Feingefühl. „Durch den Zulauf und den Bedarf an fachmännischer Beratung haben wir unser Spektrum ausgebaut, um allen unseren Kundinnen einen umfangreichen Service bieten zu können. Wir haben sogar eine eigene Schneiderin, die auf individuelle Wünsche eingehen kann“, erzählt Caroline. „Doch was auch sehr wichtig ist, wir wollen jede Frau als gesunden Menschen ansehen und helfen, mit sich selbst wieder einen Wohlfühlfaktor herzustellen.“

Begeistert bin ich von ihren vielen Ideen, die sie hat um uns Frauen mehr Körpergefühl zu geben. Als sie mich fragte, ob ich mich selber mal abtaste oder meine Brust anfasse, war ich natürlich erst einmal peinlich berührt und musste zu meinem und auch ihrem Entsetzen zugeben: Nein, das mache ich noch immer nicht. Ein fast strafender Blick traf mich, doch gleichzeitig tröstete sie mich und erzählt, dass fast alle Frauen, denen sie diese Frage stellt, die gleiche Antwort geben.

Das macht mich natürlich sehr nachdenklich, trifft jedoch genau den Kern der Kampagne im September. So stellt Caroline Teile ihres Konzeptes für #mehrKörpergefühl und #mehrVorsorge für diese 10 Tage vor.

Wir haben uns mit KURZVOR12 entschlossen, diese mit zu unterstützen:

Jetzt mal ehrlich, Brustkrebs geht uns alle an. Die rosa Schleife „Pink Ribbon“ steht heute weltweit als unverkennbares Symbol im Bewusstsein gegen Brustkrebs. Gemeinsames Ziel ist es, die Sensibilität für Brustkrebs zu stärken. Denn bei kaum einer anderen Krebserkrankung ist die Früherkennung so wichtig für Heilungschancen.

Caroline, was erwartet die Frauen? „Wir werden so gut wir können in diesen 10 Tagen darauf aufmerksam machen. Wir planen lauter kleine Aktionen. So stellen wir euch das Projekt „Discovering Hands“ vor. Blinde und stark sehbehinderte Frauen haben eine spezielle Begabung: Ihr Tastsinn ist besonders ausgeprägt. Diese Fähigkeit können diese Frauen hervorragend einsetzen, um bei einer speziellen Tastuntersuchung Brustkrebs in einem sehr frühen Stadium zu erkennen.

Wir wollen in den 10 Tagen aber auch Spaß bereiten, so freuen wir uns auf eine der größten Brust-Collagen Berlins, die wir vorbereiten werden. Wir haben uns hierzu eine Mal-Aktion ausgedacht. „Ich kann nicht malen“, werfe ich sofort ein. „Ich auch nicht“ antwortet sie und lacht, „Aber es geht ja auch nicht darum, malen zu können. Es geht darum, dass wir niemals auf die Idee kommen würden, unsere Brüste zu malen – so, wie die meisten von uns, nie auf die Idee kommen würden, sich selbst mal zu ertasten, oder zur Vorsorge zu gehen.“ Das Argument überzeugt. „Wir wollen die Kommunikation zum Thema Körper und Körpergefühl in den Fokus rücken und zu einem völlig selbstverständlichen Thema machen.“ erklärt Caroline. „Weiterhin wird uns eine Body-Painterin besuchen. Es ist unglaublich, was diese Frau auf einen Körper zaubern kann. Auch zu Besuch haben wir die Paar-, Single und Sexualberaterin Anja Werman, die unter dem Claim „Rock deinen Körper“ interessantes bloggt und zu erzählen weiß.

„…und wenn Du willst, kannst du doch aus Deinem Buch vorlesen?“ räumt Caroline unerwartet ein. „..ähm, das werde ich bis dahin aber noch gar nicht fertig haben“, gebe ich schnell zurück. „Das macht doch nichts, aber du könntest doch Leseproben vorlesen“. „Aber nur wenn du mit mir liest..“ werfe ich ein. „Klar, mach ich“, gibt sie spontan zurück.

Derzeit bin ich wirklich dabei ein Buch mit dem Titel „Metamorphose – Scheiss doch den Krebs an“ zu schreiben. Vor ein paar Wochen erzählte ich Caroline davon. Sie ist eine Frau der Taten und so legen wir noch am gleichen Tag einen Lesungstermin innerhalb dieser Kampagne fest.

Ein bisschen mulmig ist mir schon, aber auch ich habe eine Mission zu diesem Thema.“
Es wird noch weitere Highlights während dieser Kampagne geben, alles wird noch nicht verraten – aber eines dürfen wir noch Preis geben: Es wird auch Tickets für die Chippendales in Form einer Verlosung geben. Die schicken Jungs tragen übrigens auch die „rosa Schleife“, denn sie sind Botschafter der „Pink Ribbon“. Wo genau? …ja, schaut selbst! Wer auf dem Laufenden bleiben will, besucht „körpernah“ auf facebook oder Istagram! Vielleicht interessiert Euch das eine oder andere Thema und wir sehen uns vor Ort!

SAVE THE DATES – Berlin 

Viele weitere Highlights werden noch folgen.

Aktuelle Informationen findet ihr unter News auf                www.koerpernah-berlin.de – Uhlandstr. 39, 10719 Berlin                  Parkplätze vorhanden, Einfahrt rechts vom Geschäft. 

20.09. – 30.09. 2017 Pink Ribbon Kampagne | „Hinfühlen statt Wegsehen“

20.9.-30.9.2017 Berlins größte Brust-Collage startet – Malaktion mit vielen Überraschungen

21.9.2017 Lesung aus dem Buch „Metamorphose – Scheiss doch den Krebs an, von Anita Tusch Herausgeberin Magazin CLIQUE

21.9.2017 Vortrag Discovering Hands

30.9.2017 ab 12.00 Uhr Bodypainting (nur in der Maaßenstr. 8, 10777 Berlin)

AUF FACEBOOK FINDET IHR DIE VERANSTALTUNG HIER

 

Projekt 100% MENSCH mit Bundesauswahl des Wettbewerbs StartSocial ausgezeichnet

Das gemeinnützige Projekt 100% MENSCH aus Stuttgart wurde am 7. Juni 2017 im Kanzleramt in berlin bei der Preisverleihung des Wettbewerbs StartSocial geehrt. Schirmherrin des Wettbewerbs ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Projekt 100% MENSCH schaffte mit der Ausstellung WE ARE PART OF CULTURE den Sprung in die Bundesauswahl der besten 25. Zwar konnte das Projekt 100% MENSCH einen starken Eindruck im Wettbewerb hinterlassen, aber keinen der sieben dotierten Hauptpreise erreichen. Immerhin gab es am Ende ein Selfie mit der Bundeskanzlerin.

Das Projekt 100% MENSCH präsentiert ab Herbst 2017 eine große Kunstausstellung zum prägenden Beitrag von LGBTTI* an der gesellschaftlichen Entwicklung Europas. WE ARE PART OF CULTURE. Gezeigt werden über 30 eigens für die Ausstellung geschaffene Portraits von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen und Menschen mit einer geschlechtlichen Thematik, die die Gesellschaft nachhaltig und positiv geprägt haben. Die Ausstellung wandert bis Mai 2019 durch die 20 größten Bahnhöfe Deutschlands und erreicht so bis zu 40 Millionen Menschen. Akzeptanz, Respekt, Selbstbewusstsein und der Bruch mit der reduzierenden Opferrolle stehen im Focus der Ausstellung. Das Projekt 100% MENSCH wird hierbei durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ sowie die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert. Vernissage ist der 27. September 2017 im Berliner Hauptbahnhof

Startsocial  ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und sieben Geldpreise an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen über 500 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches und Juroren ihr Know-how ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und ist damit Pionier in der Beratung ehrenamtlich getragener sozialer Initiativen in Deutschland.

Foto: startsocial e.V. / Thomas Effinger

Mehr Gäste!

In Schöneberg gibt es schon seit über 20 Jahren das Café Bilderbuch. Sie waren die ersten, die ein Café in ein Wohnzimmer verwandelten. Heute sind sie leider in der Insolvenz. Dennoch, die Inhaberin will nicht aufgeben. Wer in der Nähe sein sollte (Akazienstr./Schöneberg) sollte hier einen Moment verweilen und ein bißchen #mehrUmsatz da lassen. 

#mehrINFO gibt es HIER

 

 

#mehrUnterschriften – Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V.

Unterschriften

Wir starten mit dem ersten Projekt: Nachbarschaftszentrum  Suppenküche Lichtenrade. Sie brauchen nämlich im Moment richtig viel Unterstützung. Vor allem moralische Unterstützung und aktive Hilfe. Zum Ende des Jahres verlieren sie ihre Räumlichkeiten! Das bedeutet hier ist es wirklich KURZVOR12.

Lt. Alex Benkel vom Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V.  erfuhren wir, dass die Räumlichkeiten bis zum Ende des Jahres geräumt werden müssen. „Unser Standort und unsere Arbeit sind gefährdet! „Wir sollen weg! Spätestens zum 31.12.2017 möchte man unseren Bungalow abreißen und in eine Zufahrt sowie Garagen verwandeln. Und das, obwohl wir die Unterhaltskosten und den Betrieb ohne Steuergelder finanzieren und einen wesentlichen Beitrag zur Sozial- und Jugendarbeit in Lichtenrade leisten. Es tut also nicht not, uns zu vertreiben! Da wir keine Steuergelder verschwenden, scheinen wir für die Verwaltung nicht existent zu sein!“so Alex Benkel

Der Verein benötigt unsere Unterstützung. Seid dabei und macht mit bei der  Unterschriftenaktion . Unter nachfolgendem Link kann man das Unterschriftenformular ausdrucken und bitte auch wieder dann abgeben. Alles weitere findet man unter diesem Link!

ES IST KURZVOR12 #MEHRUNTERSCHRIFTEN!!      HIER GEHT ES ZUR UNTERSCHRIFTEN-AKTION

Die Suppenküche Lichtenrade e.V. ist mit ihrem kostenfreien Essens- und Lebensmittelangebot im Süden Berlins einmalig. Jeder der kommt erhält Hilfe, ohne dass Fragen gestellt werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist das Angebot von Möglichkeiten, soziale Bedürfnisse zu befriedigen, je nachdem welche individuelle Zielsetzung mit dem Besuch der Suppenküche verbunden ist. Sie eröffnen den Besuchern die Chance, sich durch regelmäßige Besuche z. B. den notwendigen Zahnersatz oder die Brille anzuschaffen. Auch eine aktive Freizeitgestaltung für die Kinder kann so möglich werden.

Seit 2008 wendet sich das Nachbarschaftszentrum Suppenküche Lichtenrade e.V. neuen Aufgaben und Herausforderungen. Ein großes Augenmerk liegt auf der Jugendarbeit,  wie zum Beispiel die Koch-AG in Zusammenarbeit mit dem Georg-Büchner-Gymnasium sowie auch die Selbstverteidigungskurse für Kinder. Jeden Monat findet für Jedermann ein Kulturabend mit Poesie und Gesang statt.

Die Suppenküche Lichtenrade e.V. ist Träger des B.Z.-Kulturpreises 2011! Seit 2015 wird wir aufgrund unser langjährigen Jugendarbeit anerkannter Träger der Jugendhilfe.

Mehr Infos gibt es unter: www.suppenküche-lichtenrade.de

Wann?  jeden Sonntag von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr
Wo? Suppenküche Lichtenrade, Finchleystr. 11 (Am Graben) in 12305 Berlin-Lichtenrade
Ausgabezeiten? ab 12:00 Uhr Essensausgabe, ab 13:00 Uhr Lebensmittelausgabe

Bitte helft mit! 
Tel.: 74682356
www.suppenkueche-lichtenrade.de

Wir würden uns freuen, wenn Ihr diese Info weitergeben würdet! Teilen, teilen, teilen…bitte!

 

 

einen Anfang machen

Es ist für vieles in unserer Welt KURZVOR12. Allerdings sind die meisten Menschen immer GEGEN irgendetwas anstatt FÜR etwas zu sein. Angeregt wurde ich zu diesem Denken durch ein Buch, dessen Titel ich leider nicht mehr weiß. Dort stand, dass Mutter Theresa einmal gesagt haben soll: Ladet mich nicht zu einer Anti-Kriegs-Demo ein, sondern zu einer Friedensdemo. Es hat eine Weile gedauert, bis ich das verstanden habe. Doch heute verstehe ich, dass wir viel zu viel Energie verschwenden, für Dinge die wir nicht wollen. Ist es nicht viel schöner und einfacher uns auf die Dinge zu konzentrieren, die wir wollen?

Genau dafür steht das Projekt KURZVOR12.  Und um Euch ein wenig zu inspirieren FÜR etwas zu sein, haben wir ein #MEHR eingefügt. Es soll Euch anregen, darüber nachzudenken, wovon ihr gerne #mehr hättet.

Wir starten demnächst auf Facebook eine der größten Guerilla-Marketing-Aktionen. Bist Du auch dabei? Dann gehe auf unsere FACEBOOK-SEITE und poste deine Botschaft an die PINNWAND. Zeitnah werden wir dann eine Bilddatei mit deiner Botschaft erstellen. Wir würden uns freuen, wenn Du auch mitmachen würdest und an einem Tag, den wir für alle vorgeben – deine Botschaft auf Facebook, Instagramm oder WhatsApp posten würdest.

Unser Ziel ist es erst einmal die Idee bekannt zu geben und mit Euch gemeinsam zu entwickeln. Wir freuen uns auf die nächsten Schritte und halten Euch auf dem Laufenden.